Basis-Wissen – #1 Der die das Blog

Basis-Wissen - #1 Der die das Blog

Mit diesem Beitrag beginne ich eine lose Serie mit den Basics zum Bloggen und allem was dazugehört. Das zentrale Thema ist natürlich WordPress. Der erste Beitrag dieser Serie ist als eine Art Glossar für Blog-Neulinge gedacht.

Bevor Du mit dem Bloggen beginnst, solltest Du ein paar #basics kennen. Wahrscheinlich sind Dir die Begriffe ohnehin bekannt. Eine kurze Begriffsdefinition zum Einstieg in das Thema schadet aber bestimmt nicht. Das folgende #gloassar ist nach thematischen Aspekten sortiert und erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Blog

Ursprünglich waren Blogs persönliche Tagebücher, die online geführt wurden. In der Regel sind in einem Blog die Beiträge chronologisch absteigend sortiert. Der neueste Beitrag scheint so als ersters auf. Oft ist es auch möglich, die Beiträge nach anderen Kriterien zu sortieren oder zu filtern, um beispielsweise alle zu einem bestimmten Thema passenden Beiträge anzuzeigen. Diese Organisation der Beiträge hat große Vorteile, weshalb sich Blogs auch rasch in anderen Bereichen durchgesetzt haben. Längst werden Blogs nicht mehr nur privat genutzt. Auch für Firmen eignen sich Blogs hervorragend, um mit Ihren Kunden und mit Interessenten zu kommunizieren und sich so online zu profilieren. Nachrichtenmedien und Magazine nutzen Blogs zur Veröffentlichung ihrer Artikel. Das Anwendungsspektrum ist nahezu unbegrenzt. In einem Blog können neue Inhalte schnell und unkompliziert veröffentlicht werden. Um die Anordnung braucht sich der Autor nicht zu kümmern. Ein neuer Artikel erscheint ganz oben, alle vorherigen Inhalte rutschen weiter nach unten. Darin liegt der große Vorteil von Blogs und das ist der Grund für ihre große Verbreitung.

Eine Website kann entweder zur Gänze aus einem Blog bestehen, oder das Blog ist ein Teil einer Website. Ein privates Online-Tagebuch wird in der Regel komplett aus einem Blog bestehen. Die Startseite enthält die Liste der Artikel. Anders mag es bei der Website eines Unternehmens aussehen, bei der die Startseite einen kurzen Eindruck über das Unternehmen vermittelt. Darüber hinaus gibt es Seiten zu den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen. Diese Inhalte sind eher statisch, ändern sich also nicht bzw. selten. Vielleicht gibt es auch einen Online-Shop. Und zusätzlich eben auch noch ein Blog, in dem regelmäßig Neuigkeiten veröffentlicht werden.

An dieser Stelle muss ich kurz darauf eingehen, ob es nun „das“ oder „der“ Blog heißt. Der Begriff „Blog“ ist eine Abkürzung für „Weblog“, eine Kreuzung aus den englischen Wörtern „Web“ und „Log“, auf deutsch „Online-Tagebuch“. Es ist „das“ Tagebuch und damit auch „das“ Blog. Mit zunehmender Verbreitung von Blogs wurde immer öfter auch die Form „der“ Blog gebraucht. Es gibt verschiedene Theorien darüber, warum ein Blog rein gefühlsmäßig eher männlich sein sollte. Offensichtlich handelt es sich um ein diffuses Bauchgefühl. Was auch immer der Grund ist – Fakt ist, dass „der“ Blog seit einigen Jahren häufiger gebraucht wird als „das“ Blog. Der Duden erlaubt einfach beides.

Website

Unter einer Website versteht man den gesamten Internetauftritt, der unter einer Domain erreichbar ist. Eine Website hat üblicherweise ein einheitliches Design und eine einheitliche Navigation. Der Begriff „Website“ darf nicht mit der „Webseite“ verwechselt werden. Mit einer Webseite ist eine einzelne zu einem Internetauftritt gehörende Seite gemeint. Eine Website besteht aus mindestens einer Seite, meist jedoch aus mehreren. Der Umfang einer Website reicht von einigen wenigen Seiten über hunderte oder tausende Seiten bis hin zu Websites, die aus Millionen einzelner Seiten bestehen. Mit dem Begriff „Website“ ist die Gesamtheit aller Seiten einer Internetpräsenz gemeint – unabhängig davon, um welche Art Inhalte es sich handelt. Auch ein Blog ist eine Art von Website.

Homepage

Die erste Seite, die beim Aufruf einer Webadresse angezeigt wird und von der aus alle anderen Inhalte der Website aufgerufen werden können, wird Homepage genannt. Im Fall eines Blogs enthält die Homepage meist die Auflistung der neuesten Artikel chronologisch absteigend. Alternative Begriffe sind Indexseite, Startseite, Hauptseite oder Frontpage. Oft wird „Homepage“ auch als Bezeichnung für einen gesamten Internetauftritt verwendet und somit mit „Website“ gleichgesetzt. Das ist zwar falsch, aber dennoch sehr weit verbreitet.

Basis-Wissen - #1 Der die das Blog - Blogger

Blogger

Den Autor der in einem Blog veröffentlichten Beiträge nennt man Blogger oder Bloggerin. Der Blogger ist der Herausgeber oder Verfasser von Blog-Beiträgen. Dabei wird in der Regel aber nur eine Person, die selbst ein Blog betreibt, als „Blogger“ bezeichnet. Schreiben mehrere Personen Beiträge für ein Blog, so spricht man meist eher von „Autoren“. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als „bloggen“ bezeichnet.

Außerdem ist „Blogger“ auch der Name eines kostenlosen Blog-Dienstes, der von Google betrieben wird.

Content Management System (CMS, WCMS)

Die zentrale Aufgabe eines Content Management System (CMS) ist es, die Inhalte – englisch Content – einer Website zu verwalten. Ein CMS kann lokal auf einem PC installiert sein, in diesem Fall müssen nach jeder Änderung die Inhalte auf den Webserver geladen werden. Ist die Software dagegen auf dem Webserver installiert, sodass die Inhalte direkt online geändert werden können und keine Übertragung nötig ist, handelt es sich um ein Web Content Management System (WCMS). Da lokal installierte CMS heute so gut wie keine Rolle mehr spielen wird der Überbegriff „Content Management System“ in der Regel für „Web Content Management System“ gebraucht.

Die zweite wesentliche Funktion eines CMS ist es, die Inhalte vom Design zu trennen. Das Design wird zentral in den Einstellungen des CMS konfiguriert, das CMS kümmert sich darum, dass jede Seite gleich aussieht. Der Autor eines Artikels muss sich weder um das Aussehen kümmern noch um die technische Umsetzung, die das Design erfordert. Das Design kann verändert oder gewechselt werden, ohne dass eine Anpassung aller bereits vorhandenen Inhalte erfolgen müsste.

Meist bieten CMS darüber hinaus eine Fülle weiterer Funktionen, die aber von System zu System verschieden sind.

Blogsystem

Bei einem Blogsystem handelt es sich um ein Content Management System (CMS), das speziell für den Betrieb von Blogs konzipiert ist. Die Abkürzung WPS für „Weblog Publishing System“ ist so gut wie nicht gebräuchlich. Der Fokus bei Blogsystemen liegt darauf, dass neue Beiträge schnell und einfach publiziert werden können und dass diese Beiträge automatisch in einem Index chronologisch aufgelistet werden. Oft haben „vollwertige“ CMS einen größeren Funktionsumfang als Blogsysteme und eignen sich besser, um eine große Anzahl an statischen Seiten zu organisieren, wohingegen die Stärke von Blogsystemen in der Verwaltung der dynamischen Inhalte liegt.

Eine eindeutige Abgrenzung zwischen solchen „vollwertigen“ Content Management Systemen und Blogsystemen ist nicht möglich. In der Vergangenheit waren die klassischen CMS für das Bloggen schlecht geeignet, da sie nicht für die Verwaltung sich ständig verändernder Inhalte konzipiert waren. Mit zunehmender Popularität von Blogs wurden diese Systeme aber um Funktionen für das Führen von Blogs erweitert. Anfangs waren diese Funktionen noch sehr rudimentär, mittlerweile sind aber so gut wie alle CMS als Blogsysteme geeignet. Umgekehrt wurde auch der Funktionsumfang von Blogsystemen immer mehr erweitert, sodass sich Blogsysteme heute ebenfalls für den Betrieb anderer Websites als Blogs eignen. Die Einteilung in CMS und Blogsysteme hat daher eher historische Gründe. In der Regel werden ehemals klassische CMS heute noch so bezeichnet, obwohl sich diese genauso gut als Blogsystem eignen. Ursprünglich reine Blogsysteme werden umgekehrt auch heute noch so bezeichnet, obwohl sich diese genauso gut für andere Websites eignen.

Für den Betrieb eines Blogs hat die Verwendung eines Blogsystems dennoch unter Umständen Vorteile. Diese Systeme wurden von Anfang an speziell für das Bloggen konzipiert. Sie sind oft schlanker im Funktionsumfang. Funktionen, die ein CMS von Haus aus bietet, sind bei Blogsystemen häufig Module, die bei Bedarf zusätzlich installiert werden können. Ohne diese Fülle an Funktionen sind Blogsysteme häufig einfacher zu installieren und zu warten. Außerdem ist der Aufwand für die Einarbeitung geringer.

Basis-Wissen - #1 Der die das Blog - WordPress

WordPress

WordPress ist das bekannteste Blogsystem überhaupt. Die erste stabile Version erschien Anfang 2004, seither wird WordPress von einer großen Entwicklergemeinde ständig weiterentwickelt. Von Beginn an wurde großer Wert auf die Einhaltung von Webstandards gelegt. Darüber hinaus liegt der Fokus auf Benutzerfreundlichkeit und leichter Erweiterbarkeit. WordPress ist als sehr schlankes Kern-System konzipiert, das sich auf die wesentlichsten Funktionen beschränkt. Dadurch ist WordPress besonders einfach zu installieren und zu erlernen.

WordPress punktet mit außergewöhnlicher Erweiterbarkeit. Nahezu jede beliebige Funktion lässt sich durch Module – Plugins genannt – realisieren. Die schlanke Basis in Verbindung mit der sehr offen erweiterbaren Architektur sind ein Grund für den großen Erfolg von WordPress. Deutlich über ein Viertel aller Websites im Internet verwenden WordPress als System. Der weltweite Marktanteil von WordPress bei den Content Management Systemen beträgt weit mehr als 50%. Die Software ist kostenlos.

Webserver, Hosting

Um Daten über das Internet abrufen zu können, müssen diese auf einem Webserver abgelegt werden. Die wenigsten Betreiber kleinerer Websites werden eigene Webserver betreiben, da dies mit großem Aufwand verbunden ist und fundierte technische Kenntnisse erfordert. Für den Betrieb des eigenen Blogs wird man daher in der Regel nicht einen ganzen Webserver anmieten, sondern Speicherplatz auf einem Webserver. In diesem Fall erfolgt der gesamte technische Betrieb durch den jeweiligen Dienstleister. Als Website-Betreiber muss man sich nicht um die Technik kümmern sondern nur um die eigene Website. Da kein direkter Zugriff auf das Betriebssystem möglich ist, stehen weniger Funktionen zur Verfügung als beim Betrieb eines kompletten eigenen Webservers möglich wären. Die Dienstleister stellen aber alle Funktionen zur Verfügung, die für den Betrieb einer Website nötig sind.

Der auf einem Webserver vom Dienstleister zur Verfügung gestellte Speicherplatz wird Webspace genannt. Um auf einem Webserver Programme wie ein Content Management System (CMS) ausführen zu können, muss eine serverseitig ausführbare Skriptsprache zur Verfügung stehen (in der Regel PHP). Die meisten CMS speichern die Daten in einer Datenbank, daher ist auch Zugang zu einem Datenbankserver nötig. Sämtliche für den Betrieb einer Website nötigen Komponenten werden in Hostingpaketen zusammengefasst, die man schon für wenig Geld anmieten kann. Die meisten Hoster bieten auch die automatische Installation von Software an, sodass heute in der Regel keinerlei technischen Vorkenntnisse erforderlich sind, um eine eigene Website aufzusetzen und zu betreiben.

Post, Posting bzw. Beitrag oder Artikel

Ein einzelner Beitrag in einem Blog wird Post oder Posting genannt. Es gibt keinen Unterschied zwischen den beiden Begriffen, sie können synonym verwendet werden. Der gesamte Inhalt wird als Post bezeichnet. Neben dem eigentlichen Text gehören also eventuell auch Bilder oder Videos zum Post. Ein Post kann aber auch nur aus einem Bild oder einem Video ohne jeglichen Text bestehen.

Auch Beiträge in sozialen Netzwerken oder in Foren werden Posts oder Postings genannt. Die gebräuchliche deutsche Übersetzung ist „Beitrag“. Ein Beitrag in einem Blog wird oft auch als „Artikel“ bezeichnet, wohingegen dieser Begriff in sozialen Netzwerken und Foren nicht üblich ist.

Vlog

Ein Vlog – selten auch „VLog“ oder „V-Log“ geschrieben – ist ein Video-Blog, also ein Blog, dessen Posts ausschließlich oder zumindest mehrheitlich aus Videos bestehen. Der Betreiber eines Vlogs wird – analog zum Blogger – Vlogger genannt, die Tätigkeit wird – analog zum bloggen – als vloggen bezeichnet.

Permalink

Der Permalink – selten auch Permanentlink genannt – ist die dauerhafte Adresse einer einzelnen Internetseite, über die diese Seite aufgerufen werden kann. Die Bezeichnung „Permalink“ steht für „permanent hyperlink“.  Das Ziel von Permalinks ist es, Inhalte über eine möglichst unveränderliche und eindeutige Adresse erreichbar zu machen. Ein Permalink wird im Idealfall beim Anlegen einer neuen Seite – oder beim Erstellen eines neuen Beitrags – einmal vergeben und danach nicht mehr verändert. Die nachherige Änderung von Permalinks führt dazu, dass Links, die auf die betreffende Seite gesetzt worden sind, nicht mehr funktionieren. Genau das soll durch die Verwendung „permanenter“ Links verhindert werden. Eine Änderung der Linkstruktur einer bereits bestehenden Website oder eines Blogs muss daher sehr gut überlegt und Vor- und Nachteile abgewogen werden.

Der Begriff „Permalink“ mag etwas verwirrend sein. Es könnte der Eindruck entstehen, dass eigentlich jeder Link ein Permalink wäre, solange sich die Adresse nicht verändert. Mit dem Begriff „Permalink“ ist jedoch nicht gemeint, dass sich die Adresse an sich nicht verändert, sondern es ist damit gemeint, dass sich der Inhalt, der über diese Adresse erreichbar ist, nicht verändert. Natürlich kann der Inhalt der Seite angepasst oder erweitert werden, der Permalink sollte aber nicht plötzlich zu einem ganz anderen Thema führen oder gar nicht mehr erreichbar sein. Ein Beitrag sollte seine Adresse „für immer“ beibehalten. Bei der Adresse der Startseite eines Blogs handelt es sich demnach nicht um einen Permalink, da sich die aufgelisteten Artikel verändern. Der Link bleibt zwar der Gleiche, aber der Inhalt ändert sich. Somit wäre es falsch, in Verbindung mit der Startseite von einem „Permalink“ zu sprechen. Ebenso handelt es sich bei den Adressen von Seiten, auf denen Beiträge zu bestimmten Themen oder Kategorien aufgelistet werden, oder Seiten, auf denen Beiträge aus einem bestimmten Zeitraum aufgelistet werden, nicht um Permalinks.

Basis-Wissen - #1 Der die das Blog - Archiv

Archiv

Archivseiten sind spezielle Seiten eines Blogs, die vom Blogsystem dynamisch generiert werden und die eine Auflistung veröffentlichter Artikel nach bestimmten Kriterien enthalten. In der Regel wird auf Archivseiten nur ein kurzer Auszug des Artikels angezeigt und auf den eigentlichen Artikel verlinkt. Es ist aber auch möglich, den gesamten Artikel im Archiv anzuzeigen. Die häufigste Form eines Archivs ist die chronoligsch absteigende Auflistung aller Artikel. Dieses Archiv wird auch als Blog-Index bezeichnet und dient häufig bei Blogs als Startseite. Darüber hinaus sind weitere Archivseiten möglich, wie beispielsweise alle in einem bestimmten Jahr oder Monat veröffentlichten Artikel, bei Blogs mit sehr hoher Frequenz vielleicht sogar pro Tag. Oft werden Artikel in Blogs auch in Kategorien unterteilt und es gibt Archivseiten für jede Kategorie. Oder es werden Stichworte (Tags) vergeben und man kann sich eine Liste aller Artikel zu einem Stichwort anzeigen lassen. Bei Blogs mit mehreren Autoren ist ein Archiv für alle Artikel eines bestimmten Autors üblich.

Weitere Kriterien sind denkbar und auch miteinander kombinierbar. Bei einem Blog zum Thema Reisen wäre es beispielsweise möglich, die Artikel nach Land zu organisieren und zusätzlich nach Saison. So könnte sich der Besucher alle Artikel zu einem Land auflisten lassen oder alle Artikel zu einer Saison. Oder kombiniert für ein Land und eine Saison. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Archivseiten sollen Lesern helfen, die gewünschte Information schnell zu finden. Außerdem schaffen sie bei umfangreichen Blogs einen schnellen Überblick für neue Besucher, was alles auf der Website zu finden ist.

Tag Cloud

Eine Tag Cloud ist eine Möglichkeit, wie ein Archiv nach Stichworten (Tags) grafisch übersichtlich aufgebaut werden kann. In einer Tag Cloud – zu deutsch Schlagwortwolke – werden die Stichworte nicht einfach untereinander aufgelistet sondern flächig angeordnet. Stichworte, die häufiger vorkommen, werden dabei größer dargestellt. Manchmal wird auch die Farbe aufgrund der Häufigkeit, mit der die Stichworte benutzt werden, verändert. Oft erfolg die Sortierung der Stichworte ebenfalls abhängig von der Häufigkeit. Das am häufigsten verwendete Stichwort wird in der Mitte platziert und am größten dargestellt. Je weniger oft ein Stichwort verwendet wird, desto weiter rückt es vom Zentrum weg und desto kleiner wird es dargestellt. Die Darstellung ähnelt damit tatsächlich einer Wolke. Eine Tag Cloud vermittelt so einen sehr schnellen Überblick darüber, um welche Themen es in einem Blog geht.

Vor einigen Jahren waren Tag Clouds ein Must Have für jedes Blog. Mittlerweile sieht man sie nicht mehr so häufig. Tests hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit von Tag Clouds haben ergeben, dass erfahrene Nutzer eine Tag Cloud häufig als nützlich wahrnehmen, wohingegen weniger erfahrene Nutzer sehr oft Probleme damit haben, deren Sinn intuitiv zu erfassen.

Feed

Wenn im Zusammenhang mit Blogs von Feeds die Rede ist, so ist damit in der Regel eine Auflistung der neuesten Beiträge in einem speziellen standardisierten Format (RSS bzw. Atom) gemeint, das durch entsprechende Programme verarbeitet werden kann. Solche Programme werden als Feedreader bezeichnet. Mit einem Feedreader können die Feeds beliebiger Websites (sofern diese Feeds anbieten) abonniert und an einer zentralen Stelle gelesen werden ohne dass jede Website einzeln aufgerufen werden muss um zu überprüfen, ob es neue Beiträge gibt. Meist wird im Feed nur ein kurzer Ausschnitt des Beitrags – eine Schlagzeile – ausgegeben und nicht der komplette Beitrag. Der Feed enthält zu jedem Beitrag auch die Adresse, über die der Artikel gelesen werden kann. Solche Feeds können auch genutzt werden, um von einer Website die Inhalte einer anderen Websites abzurufen.

Der Feed – manchmal auch Web-Feed, News-Feed oder RSS-Feed genannt, ist nicht dazu gedacht, für Menschen lesbar zu sein, sondern von einem Programm, das den Feed verarbeitet und anzeigt. Das mag etwas verwirrend sein, da manchmal auch die Auflistung der neuesten Beiträge auf einer Website als „Feed“ bezeichnet wird. Facebook beispielsweise nennt die Auflistung der Beiträge auf der Startseite „News Feed“. Auch manche Online-Magazine nennen die Auflistung der neuesten Artikel „News Feed“.

Thread

In einem Forum wird die gesamte Abfolge einer Diskussion – bestehend aus mehreren Posts – als Thread bezeichnet. Jemand eröffnet mit einem Post einen neuen Thread, also ein neues Diskussionsthema. Andere Benutzer antworten mit ihren Posts. Die gesamte Diskussion ist der Thread, im Deutschen meist mit „Beitragsstrang“ übersetzt.

Bei Blogs ist es etwas anders, das Prinzip ist aber das selbe. In der Regel können Besucher eines Blogs keine Posts erstellen. Ist das Hinterlassen von Kommentaren möglich, dann können Besucher zu einem von einem Autor erstellten Beitrag einen Kommentar schreiben. Anders als bei einem Forum, in dem mehrere Posts einen Thread bilden, spricht man im Fall eines Blogs von „Kommentaren“ zu einem Post und nicht von mehreren „Posts“. Alle Kommentare zu einem Post werden Thread genannt.

Blogroll

Eine Sammlung von Links zu anderen Blogs wird Blogroll genannt. Dahinter steckt die Idee, dass sich Blogger gegenseitig über die Blogroll verlinken, wenn sie andere Blogs gut finden und ihren Lesern weiterempfehlen möchten. Über die Blogroll sollen Besucher weitere thematisch verwandte Blogs und Websites finden. Eine gut gepflegte Blogroll kann einen echten Mehrwert für die eigenen Leser bieten und sie eignet sich gut, um ein Netzwerk mit anderen Bloggern aufzubauen. Viele Blogger sind gerne dazu bereit, sich mit anderen Blogs gegenseitig über eine Blogroll zu vernetzen.

In der Vergangenheit waren Blogrolls ein gutes Mittel, um das eigene Blog besser in Suchmaschinen zu positionieren. Ist man selbst großzügig bei der Verlinkung anderer Blogs, wird man selbst auch eher verlinkt. Die Anzahl eingehender Links war ein sehr wichtiges Kriterium für die Reihung in Suchmaschinen. Je mehr eingehende Links von verschiedenen Blogs, desto besser die Positionierung und desto eher wurde das eigene Blog gefunden. So konnten sich Blogger gegenseitig unterstützen. Mittlerweile sind Google und Co aber wesentlich „intelligenter“ geworden und berücksichtigen Unmengen von Faktoren für die Gewichtung der Ergebnisreihung. Die Anzahl an Links ist dabei nicht mehr so entscheidend wie noch vor einigen Jahren. Manchmal wird auch heute noch das Vorhandensein einer Blogroll als Wundermittel für die Suchmaschinenoptimierung gepriesen. Dies ist jedoch schlicht und einfach falsch. Suchmaschinen bewerten heute die Qualität von Websites und von Links anhand vieler Kriterien. Ein Link von einer Website mit schlechter Qualitätsbewertung kann die Positionierung der eigenen Website sogar negativ beeinflussen.

Wenn sich Blogs gegenseitig verlinken, kann das für alle positiv sein, wenn alle beteiligten Blogs auch von den Lesern aller jeweils anderen Blogs besucht werden. Eine Blogroll macht aber auch Arbeit. Die verlinkten Blogs sollten thematisch passen, damit sie von interessierten Lesern als Mehrwert empfunden werden. Andernfalls wäre die Blogroll nichts anderes als störende Werbung, die jeder möglichst ignoriert. Das kann der eigenen Reputation sogar schaden. Außerdem sollte die Blogroll regelmäßig überprüft werden, ob alle verlinkten Blogs noch existieren, regelmäßig neue Beiträge veröffentlichen, thematisch immer noch passen und ob auch die Qualität der Beiträge den eigenen Anforderungen entspricht. Und um regelmäßigen Lesern damit einen Mehrwert zu bieten, sollte die Blogroll auch immer wieder einmal erweitert werden. Außerdem ist auch zu beachten, dass eine Blogroll Besucher quasi dazu einlädt, das eigene Blog zu verlassen.

Bis vor einigen Jahren war es für Blogger ein Muss, eine möglichst umfangreiche Blogroll zu führen. Eine große Anzahl von Links in der Blogroll war eine Art Statussymbol für Blogger. Mittlerweile hat sich das geändert und Blogrolls sind immer seltener zu sehen. Bei der Entscheidung, ob man auf dem eigenen Blog eine Blogroll führen möchte oder nicht, sind die genannten Vor- und Nachteile abzuwägen.

Trackback und Pingback

Trackbacks und Pingbacks untersützen die gegenseitige Vernetzung von Bloggern. Beide dienen dazu, in einem Artikel verlinkte Blogs über die Verlinkung zu informieren. Der Unterschied besteht darin, dass ein Trackback manuell gesetzt werden muss, ein Pingback erfolgt automatisch. Die Idee dahinter ist, dass ein Blogger eine Information darüber erhält, wenn einer seiner Artikel in einem Artikel eines anderen Bloggers erwähnt wird. Damit das funktioniert, müssen die entsprechenden Funktionen in beiden Blogs vorhanden sein.

Schreibt ein Blogger einen Artikel und bezieht sich darin auf einen Artikel eines anderen Bloggers, so hat er die Möglichkeiten, diesen mit einem Trackback oder einem Pingback darüber zu informieren. Dazu muss ihm sein Blogsystem das manuelle Senden eines Trackbacks ermöglichen. Dafür wird die Trackback URL des Artikels benötigt, für den man einen Trackback senden möchte. Einfacher funktioniert der Pingback. Ist das Senden von Pingbacks aktiviert, dann wird beim Veröffentlichen eines neuen Artikels der gesamte Text automatisch auf Links überprüft. Für jeden gefundenen Link wird automatisch ein Pingback gesendet. Der Blogger braucht selbst nichts zu machen.

Auf der anderen Seite muss das Empfangen von Trackbacks und/oder Pingbacks aktiviert sein. Ist das nicht der Fall, dann kann es sein, dass zwar ein Trackback oder Pingback gesendet wird, dieser vom empfangenden Blogsystem aber ignoriert wird. Ist der Empfang aktiviert, dann erhält der Autor eine Information, dass der betreffende Artikel in einem anderen Artikel erwähnt wurde. Diese Information kann auch veröffentlicht werden, sodass die eigenen Leser sehen können, dass das Thema von einem anderen Blogger aufgegriffen wurde.

Blogping

Ein Blogping ist ein Signal, das von einem Blogsystem an andere Server gesendet wird, um über einen neuen oder geänderten Beitrag zu informieren. Mit einem solchen Signal können beispielsweise Suchmaschinen informiert werden, dass sich etwas geändert hat. Anstatt abzuwarten, bis die Suchmaschine vorbeikommt und die Änderung bemerkt, kann diese so aktiv informiert werden. Auch Blogverzeichnisse, in denen ein Blog gelistet ist, können so informiert werden.  Es gibt auch allgemeine Ping-Dienste, die als Verteiler dienen und die Nachricht an diverse andere Suchmaschinen und Verzeichnisse weiterleiten. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, anderen Blogs einen Ping zu senden. In diesem Fall erfolgt die Benachrichtigung in Form von Trackbacks oder Pingbacks.

Was das empfangende System letztendlich mit dem Signal macht, kann man als Absender des Pings nicht wissen. Früher wurde das Senden von Pings an Suchmaschinen allgemein empfohlen. Mittlerweile hat sich die Arbeitsweise von Suchmaschinen aber stark weiterentwickelt. Es gibt sehr unterschiedliche Aussagen dazu, wie sinnvoll das Senden von Pings an Suchmaschinen heute noch ist.

Backlink

Backlinks sind Verlinkungen von anderen Websites, die auf die eigene Website verweisen. Im Deutschen werden sie als Rückverweis bezeichnet, alternative Begriffe sind „Inbound-Links“, „eingehende Links“ oder „externe Links“. Suchmaschinen beziehen Backlinks in ihre Such- und Bewertungsalgorithmen mit ein. Backlinks von anderen Websites zu erhalten ist daher einerseits wichtig, um Besucher direkt von anderen Websites auf das eigene Blog zu bekommen, und andererseits, um in Suchmaschinen besser gefunden zu werden. Häufige Manipulationsversuche der Suchergebnisse durch massenhafte Verlinkungen haben jedoch dazu geführt, dass Suchmaschinen die Bedeutung von Backlinks eingeschränkt haben. Daher steht heute nicht mehr die Menge der Backlinks im Vordergrund, sondern die Qualität. Beim gezielten Linkaufbau ist daher auf Qualität zu achten. Plötzliches massenhaftes Auftreten von Backlinks wird durch Google und Co sogar als Manipulationsversuch erkannt und mit einer Herunterstufung in der Positionierung bestraft.

Auf die Backlinks hat der Betreiber einer Webseite in der Regel keinen direkten Einfluss (außer man bittet jemand anderen bewusst um das Setzen eines Backlinks). Außerdem sind Backlinks unidirektional, das bedeutet, dass man als Betreiber einer Website im Prinzip nichts davon mitbekommt, wenn jemand anderer einen Link auf die eigene Website setzt. Durch den Einsatz von Trackbacks bzw. Pingbacks können Ziel-Websites aktiv darüber informiert werden, dass ein Link gesetzt wurde, was den Aufbau eines Netzwerks deutlich vereinfacht.

Blogosphäre

Viele Blogger vernetzen sich gerne miteinander. Solche Netzwerke sind durchaus hilfreich, um eine größere Leserschaft zu erreichen und als Blogger erfolgreich zu sein. Häufig werden dazu in Beiträgen Links auf Beiträge anderer Blogs gesetzt (und diese im Idealfall per Pingback darüber informiert). Auch Blogrolls werden zur gegenseitigen Verlinkung genutzt. Ein sehr gutes Mittel zum Aufbau eines Netzwerks mit anderen Bloggern ist das Hinterlassen von Kommentaren in anderen Blogs. Viele Blogs erlauben es, beim Abgeben eines Kommentars die Adresse der eigenen Website anzugeben. Die sinnvolle Beteiligung an Diskussuionen in anderen Blogs ist sehr hilfreich für Blogger.

Durch diese verschiedenen Möglichkeiten, sich mit anderen Blogs zu vernetzen, entstehen Verbindungen zwischen Blogs. Dadurch werden Blogs von Besuchern als Teil einer Gemeinschaft oder eines Netzwerks wahrgenommen. Diese Wahrnehmung wird als Blogosphäre (englisch „blogosphere“) bezeichnet. Die aktive Beteiligung an der Blogosphäre sorgt für ein natürliches Wachstum an Backlinks.

Artikel vom 16. Dezember 2017

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